(TV, 17. August 2009)
Es war ein kleiner Auflauf, der sich am Eröffnungsabend des Weinfestes im Bürgerhaus "Winzerkeller" gebildet hatte. Mehr als 100 Gäste waren gekommen, darunter auch etliche geladene wie Landesinnenminister Karl Peter Bruch (SPD), Landrat Günther Schartz (CDU) sowie weitere Vertreter diverser politischer Gremien. Denn der Weinfest-Auftakt stand in diesem Jahr unter einem besonderen "Stern": Nach mehr als zwei Jahren Bauzeit wurden die neuen Jugendräume im Bürgerhaus-Keller offiziell ihrer Bestimmung übergeben.
Nachdem Irschs Bürgerhaus nach groß angelegten Umbauarbeiten im August 2005 den "Betrieb" als Gemeindezentrum aufgenommen hatte, begannen rund ein Jahr später die Arbeiten im bis dahin noch weitgehend unveränderten Kellerbereich des ehemaligen Winzervereinsgebäudes (der TV berichtete mehrfach). Dort, wo einst Wein in großen Tanks gelagert wurde, sollte die Irscher Jugend ihr eigenes Begegnungszentrum bekommen. "Zunächst mussten wir den Keller im Kern sanieren", erklärt Johannes Wallrich, Vorstandsmitglied des Irscher Jugendclubs (IJC) und für die Planung verantwortlich. "Später sollten die Tanks entfernt werden. Das wäre aber sehr teuer gewesen, also haben wir Türen hineingeschnitten und die Tanks in das Konzept eingebunden." Der Grundgedanke sei gewesen, die neuen Jugendräume freundlich und hell zu gestalten. So habe man zusätzliche Fenster sowie im Zugangsbereich Glastüren eingebaut.
Billardtisch und große Theke
Für eine angenehme Atmosphäre sorgen außerdem Halogen-Strahler sowie ansprechende Farben an Wänden und Decken. Ausgestattet sind die sich über 150 Quadratmeter erstreckenden Räume mit einem Aufenthalts- und Spielbereich mit Kicker, Billardtisch und Dart-Spiel sowie mit einer Theke als Blickfang.
Die Gesamtkosten für das Projekt von knapp über 200 000 Euro teilten sich das Land (87 000 Euro), der Kreis Trier-Saarburg (34 000 Euro) sowie die Ortsgemeinde (40 000 Euro). Weitere 40 000 Euro steuerten die Mitglieder des Jugendclubs sowie weitere Helfer aus dem Ort in Form von freiwilligen Arbeitsstunden bei. "Die Bauarbeiten waren eine Herausforderung für uns", resümierte Christoph Burg, Vorsitzender des Jugendclubs, am Eröffnungsabend und fügte lobend hinzu: "Aber wenn man Helfer gebraucht hat, waren immer welche da."
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