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Zeit und Wünsche
von Walter Schlarp
Ein Tännlein grün im Walde steht,
wird immer grösser, weil ja auch die Zeit vergeht.
Viel Vöglein sieht‘ s und manch anderes Tier,
in seinem schönen Waldrevier.
Es steht nun da, so Jahr um Jahr,
im grünen Kleid, so wunderbar.
Welch Schicksal wird es wohl hier erwarten,
in diesem schönen Gottesgarten.
Ja, auch die Jahreszeiten zieh‘ n vorbei
und es geschieht so mancherlei,
bis eines Tages, zur Winterzeit,
der ganze Wald ist zugeschneit.
Der Wald erscheint nun märchenhaft.
Wie von Gottes Hand ist er geschafft.
Auf den Zweigen unzählige Schneeflöckchen sitzen,
die in den Sonnenstrahlen blitzen.
Es ist die schöne Winterzeit
und Weihnachten ist auch nicht mehr weit.
Doch das Tännlein hat aber einen Traum,
es wäre so gern ein Weihnachtsbaum.
Da kommt ein Mensch und sucht es aus,
nimmt’s Tännlein mit zu sich nach Haus,
macht aus Kugeln und Kerzen ihm ein Kleid
und singt Lieder zur heiligen Weihnachtszeit.
Nun hatte das Tännlein auch noch Glück,
man brachte es wieder in den Wald zurück.
Dort wuchs es weiter und wurde ein Baum
und der träumte auch noch so manchen Traum.
Ein Tännlein sollte auch in unseren Herzen steh’n,
vielleicht würden wir manches anders seh’n
und es erfüllte sich so mancher Traum,
denn das Tännlein wurde ja auch zum Weihnachtsbaum.
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