In wohlgesetzten rhythmischen Versen teilt er in Ergriffenheit mit, wie er in Irsch Heimatglück gefunden hat. Es ist besonders beeindruckend, wenn er vom Scharfenberg aus seinen tiefempfundenen Dank als Gebet ausdrückt.
Mein Irsch
Rings von Bergen hoch umkränzt
Liegst du, Irsch, mein Dorf, im Tal.
Freundlich auf den Dächern glänzet
Hell der Sommersonnestrahl.
Von den Hängen lieblich grüßet
Mich der Reben sattes Grün,
Während weiße Silberwolken
Hoch am blauen Himmel zieh´n.
Immer wieder kehr´ ich gerne
Zu dir, stilles Dorf, zurück.
Bargst du auch nicht meine Wiege,
Gabst du mir doch Heimatglück!
Liebe Menschen, die dort leben,
Haben einst in schwerer Zeit,
Glück und Heimat mir gegeben,
Lebensmut und Fröhlichkeit.
Jahre sind ins Land gegangen,
-Ich ging in die Welt hinaus-
Doch die Sehnsucht ist geblieben;
Manchmal halt´ ich´s nicht mehr aus.
Ach, wie kehre ich dann gerne
Frohgemut nach Irsch zurück;
Und empfinde immer wieder
Wunderbares Heimatglück.
Glücklich gehe ich dann wieder
Durch das Dorf, durch Flur und Feld.
Schau vom Scherfeberg hernieder
Auf mein Irsch, auf meine Welt.
Seh die Häuser, seh die Gärten
Und die Menschen, die dort sind,
Während leise eine Träne
Über meine Wangen rinnt.
Tief im Herzen bet´ ich leise:
Herrgott, schenke mir das Glück,
Daß ich oft noch wiederkehre
In das Dorf, nach Irsch, zurück!
Schütz´ das Dorf mit seinen Leuten,
Rebenhänge, Feld und Wald,
Daß der Kirchenglocken Läuten
Friedlich von den Bergen hallt.
Gib den Toten, die hienieden,
Hier gelebt, geliebt, gehofft,
Deines Reiches ew´gen Frieden!
Darum bitte ich Dich oft.
Meine unerfüllten Wünsche
Stell´ bescheiden ich zurück,
Schenkest Du mir immer wieder
Hier in Irsch der Heimat Glück.