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Der Ziehbrunnen
1901 wurde in Irsch die erste Wasserleitung gebaut, um das ganze Dorf mit Trinkwasser zu versorgen. Bis dahin lieferten die Quellen der Brunnenanlagen im und um den Ort das lebensnotwendige Gut für Mensch und Tier.
Der "Pütz" auf eigenem Hof oder im Keller waren besonders wertvoll. Zum Aufspüren einer unterirdischen Wasserader diente meistens die Wünschelrute. In mühseliger Handarbeit wurde der Brunnenschacht so tief gegraben, bis eine Wasserader erreicht war. Mit Bruchsteinen wurde der Schacht ummauert. Bis der Bau vollendet war, drohte oft Einsturzgefahr.
Nachbarschaften waren oft eng verbunden, weil sie gemeinsam einen Pütz gebaut, genutzt und gepflegt haben.
Die Winde erleichterte das Schöpfen des kühlen Wassers aus der Tiefe mit dem Eimer am Strick oder einer Kette.
Der "Pütz" war so bedeutend, dass er bis heute Namensgeber für viele Familien in Irsch ist.
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