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Das Speiner Bildchen
Während des Erbfolgekrieges (1733-1738) zogen Soldaten Ludwigs XV. plündernd durch unsere Heimat. Die Bewohner des Kalfertshauses, des einzigen Hauses auf der Höhe der Spein, konnten aus ihrem brennenden Haus flüchten und sich hier in den Hecken verstecken und so ihr Leben retten. Aus Dankbarkeit errichteten sie 1734 einen Bildstock zu Ehren der Muttergottes.
Dieser Ort wurde bald auch eine Station für die Pilger auf ihrem Weg zur Wallfahrtskirche Sankt Marien in Beurig. Hier war die letzte Rast vor dem Abstieg ins Saartal und die erste auf dem Heimweg.
1838 wurde zum Schutz des Bildstockes die kleine Kapelle errichtet. Während des Frontüberganges 1944/45 wurden Stall und Kapelle schwer beschädigt. Die spätgotische Leuchtermadonna wurde dabei zerstört. 1981 fassten die Mitglieder des Stammtisches "Die Ungezwungenen" im Gasthaus Thiel in Irsch den Entschluss, das Speiner Bildchen vor dem Abriss zu bewahren. 1983 konnte die restaurierte Kapelle mit einer neuen Madonna und der zur Wanderhütte umgebaute Viehunterstand im Rahmen eines Pfarrfestes feierlich eingeweiht werden. Leider wurde noch im gleichen Jahr die Statue der schmerzhaften Muttergottes gestohlen. 1988 wurde eine neue Pieta angeschafft.
Der "Stall"
Vor der Gründung der Siedlung Vierherrenborn (1937 bis 1954) gehörte der größte Teil der Hochfläche "Auf der Spein" zur Gemarkung Irsch. Wegen der beschwerlichen Wege verbrachten die Bauers-leute den ganzen Tag in den weit vom Dorf ent-legenen Feldern, Wiesen und Rodhecken. Auf den beiden Bänken im engen Kapellchen suchten sie Schutz bei Unwetter. Hier hielten sie manchmal auch Rast, wenn die Kinder oder die Alten Speis und Trank herbeigebracht hatten. Im Jahre 1928 ließ die Gemeinde Irsch neben der Kapelle diese Raststätte erbauen, die auch aus-reichend Platz für das Zugvieh bot. Der Putzbau mit fast quadratischem Grundriss wird durch ein Walmdach geschützt, das mit Schiefer eingedeckt und dessen Konstruktion nach innen offen ist. Dieser gemeinschaftliche Unterstand für Mensch und Vieh stellt in unserer Heimat eine Besonderheit dar. Zwischen 1981 und 1983 wurde der "Stall" zur Wanderhütte umgebaut. Das neue Schieferdach bildete den Abschluss umfangreicher Arbeiten zur Pflege dieser Denkmal-anlage vom Herbst 2002 bis zum Frühjahr 2003. Viele Menschen haben vor uns hier gerastet, nachgedacht und gebetet.
Respektieren Sie bitte die Würde des Ortes: Nehmen Sie nach Ihrer Rast eventuelle Abfälle mit!
Danke!
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