|

Das Mordkreuz
Aus der "Franzosenzeit" stammte das "Mordkreuz " . Darüber steht in der Pfarrchronik:
Das bei den Rodungen für die Siedlung am Weg nach "Neunhäuser" halb verschüttete Mordkreuz mit seiner verwitterten nur noch zum Teil zu entziffernden Aufschrift steht unweit des Hofes Johann Dahm-Greif (des einzigen Siedlers aus Irsch). Die Inschrift soll besagt haben, daß hier `dem Nikolaus Wagner aus Greimerath seine Tochter´, die in Irsch bei einer Familie Dawen beschäftigt, im Jahre 1813, als sie ihrem Dienstherrn, der zum Lohschälen auf den Berg gegangen war, das Essen bringen wollte, überfallen und erschossen worden ist. Die Bluttat geschah an der Stelle, wo das Kreuz steht. Drei französische Soldaten, die sich auf der Flucht nach Frankreich befanden, hatten sich im nahen Gestrüpp versteckt und dem Mädchen, das sie den Berg hinauf kommen sahen, aufgelauert. Sie wollten das Essen haben. Als das Mädchen es ihnen nicht geben wollte und um Hilfe rief, zog der eine seine Pistole und ermordete es. Zwar hat man, als man die Leiche fand, sofort nach den Tätern gesucht, aber die waren mitlerweile längst über die Berge und die Wälder entkommen.
Der Trierische Volksfreund berichtet am 11. November 1983 zu diesem Kreuz:
Auf Vierherrenborner Gemarkung Dürreich wurde gegen Ende der französischen Zeit ein Kreuz aufgestellt, von dem bis vor kurzem nur noch der beschädigte Schaft vorhanden war. Im Schaft war die Inschrift eingehauen: GEBVRTIG VON GREIMERT NICL WAGNER SEIN DOCHTER ERSCHOSSEN. Am oberen Schaft war die Jahreszahl 1813 eingemeißelt. Ortsbürgermeister Pütz und der Gemeinderat (von Vierherrenborn) ließen ein völlig neues Kreuz im Stil der damaligen Zeit von dem Zerfer Steinmetz Josef Glaub in Sandstein mit der alten Inschrift anfertigen und aufstellen.
|