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Neunhäuser Kelterstein
Auf Neunhäuser findet man sehr harte Sandsteine. Wegen des hohen Anteils an festem Quarzit blieben sie als Reste einer durch Erosion im Laufe von Millionen von Jahren abgetragenen mächtigen Sandsteinschicht übrig.
"Neunhäuser Steine" waren früher ein begehrtes Bau-material für schöne Hauwerke an heimischen Häusern. Als Treppenstufen, Bodenplatten, Brunnen- und Futtertröge haben sie bis heute überdauert.
Alfons Stüber aus Heddert dokumentiert mit seinem Wandbild, wie die Steinmetzen im Neunhäuser Wald tonnenschwere Steine an ihren Fundorten zu Reibe- oder Keltersteinen zugehauen und bearbeitet haben.
Zum Abtransport wurde der schwere Stein unter einen Wagen gebunden und angehoben. Manches Rad ging entzwei, bis der Stein beim Winzer an Saar oder Mosel ankam.
Der hier aufgestellte Neunhäuser Kelterstein war schon einseitig behauen. Als man ihn mit Hebeln anhob und umdrehte, stellte man fest, dass er auf der Rückseite einen Riss hatte und zum Aufbohren für ein Spindelloch nicht geeignet war. Deshalb blieb er auf Neunhäuser liegen.
Mit viel Mühe ist er nun als Blickpunkt mitten in unser Dorf geholt worden. Zusammen mit dem Reibstein auf dem Dorfplatz ist er ein Dokument für altes heimisches Handwerk und mühsames Bauern- und Winzerleben.
Irscher Handwerker haben die Patenschaft für dieses Kulturdenkmal übernommen.
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