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Blitzkreuz

Das Blitzkreuz
Einweihung des restaurierten Blitzkreuzes 2001Während seines über 100jährigen Standortes erlitt dieses Kreuz hier am Wegrand oft Schäden.
Im Jahre 2001 wurde dieses Denkmal mit Unterstützung der Dorfbevölkerung durch ortsansässige Handwerker restauriert.
Die freiwillige Feuerwehr Irsch hat die Patenschaft übernommen.

Das Kreuz erinnert an die 18jährige Margarethe Schmitz, die am 21. Juni 1893 hier in der Dorfwiese bei Heuarbeiten von einem Gewitter überrascht und vom Blitz erschlagen wurde.

Der originale Sockel trägt folgende Inschrift:

Wie der Gärtner, wenn er Blumen schneidet,
Sich die schönste Blume wählt zum Strauss,
So sucht auch Gott, angleich er Schmerz bereitet,
Sich die hoffnungsvollste Knospe aus.

Das Fragment eines weiteren Kreuzes ist hier vor dem Haus Leinen-Baltes aufgestellt. Es erinnert an den 56jährigen Michael Wagner, der während des gleichen Gewitters in der Dorfwiese unterhalb Peter Baltes vom Blitz tödlich getroffen worden ist.

Die Irscher Chronik berichtet von weiteren Blitzopfern:
Am 3. Juni 1897 wurde die 65 Jahre alte Frau Witwe Margaretha Peters von hier während eines schweren von Hagel begleiteten Gewitters auf dem Felde unterhalb Feuerstatt durch einen Blitzstrahl getötet. Ihr wurde dort ein Kreuz errichtet.

Am 22. Mai 1908 wurden vormittags gegen 9.30 Uhr zwei Mädchen vom Blitz erschlagen, welche in den fiskalischen Weinbergen der Domäne Serrig beschäftigt waren. Das eine Mädchen stammte aus Irsch und war 19 Jahre alt. Außerdem wurden noch zwei Männer verletzt. Die Leute waren vor dem Regen in die Schmiede geflüchtet, kurz darauf schlug der Blitz ein.

Die Irscher Chroniken berichten von mehreren Blitzopfern
Pfarrer Boden hat in seiner Pfarrchronik folgendes aufgeschrieben:
Im Jahre 1893 am 21. Juni wurden nach unserem Sterbebuch gegen 2 Uhr nachmittags nach Ausbruch eines mit Donner einsetzenden Unwetters in der Dorfwiese unterhalb Peter Baltes Michael Wagner, Ehegatte der Maria Müller aus Irsch im Alter von 56 Jahren und ebenso die 18 Jahre junge Margarethe Schmitz, Tochter der Eheleute Michael Schmitz und Margaretha Eilenz aus Irsch vom Blitze erschlagen.

Wir dürfen mit Sicherheit davon ausgehen, dass die Angehörigen der 18jährigen Margarete Schmitz das Blitzkreuz errichten ließen, denn die Inschrift auf dem originalen Sockel belegt ihren Schmerz aber auch ihren tiefen Glauben.

Obwohl es mir bis heute nicht gelungen ist, eine Elisabeth Wagner unter den Angehörigen des getöteten Michael Wagner auszumachen, dürfen wir vermuten, dass das aufgefundene und hier aufgestellte Fragment eines Kreuzes dem Blitzopfer gewidmet worden ist.

Über weitere Todesfälle durch Gewitter berichtet der Schulleiter Jakob Korzilius in der Schulchronik:
Am 3. Juni 1897, nachmittags gegen 2 Uhr wurde die 65 Jahre alte Frau Wwe Peters von hier während eines schweren von Hagel begleiteten Gewitters auf dem Felde unterhalb Feuerstatt durch einen Blitzstrahl getötet. Da niemand bei dem Unglück zugegen war, wurde die Frau erst gegen 6 Uhr abends gefunden, nachdem die Tochter wegen des langen Ausbleibens der Mutter dieselbe suchen ging. Die Haare der Unglücklichen waren verbrannt; im Gesicht hatte sie einige blaue Flecken, der eine Schuh war ganz zerrissen und im linken Fuß zeigte sich ein Loch.

Unter dem 22. Mai 1908 heißt es in der Schulchronik:
Vom Blitz erschlagen wurden heute vormittag 9.30 Uhr zwei Mädchen, welche in der fiskalischen Weinbergsanlage der Domäne Serrig beschäftigt waren. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Außerdem wurden noch zwei Männer verletzt, davon einer schwer. Das eine Mädchen stammt aus Irsch, das andere aus Serrig. Sie waren 19 und 22 Jahre alt. Die Leute waren vor dem Regen in die Schmiede geflüchtet, kurz darauf schlug der Blitz ein.
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Aktualisiert am:
22. November 2009

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