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Berends Kapelle

Die Berends Kapelle Die Berendskapelle vor der Renovierung

Die Eheleute Johann Kees und Margaretha Lehnert ließen im Jahre 1876 hier aus Dankbarkeit ein Kreuz errichten, weil ihre vier wehrfähigen Söhne 1870/71 den Krieg heil überstanden hatten. Sohn Matthias und Tochter Maria erbauten für das Kreuz 1886 diese Kapelle. 1896 übernahmen der älteste Sohn Michel und seine Frau Margaretha Pütz für sich und ihre Rechtsnachfolger die Verpflichtung, die Anlage mit dem Kapellchen in gutem Zustande zu erhalten. Im Januar 2004 haben die Eheleute Peter und Maria Zimmer das Grundstück, Flur 26 Nr. 32, Immwiese, Historische Anlage, 0,23 ar, im Wege einer Schenkung in das Eigentum der Ortsgemeinde Irsch übertragen.

Im Jahre 2004/05 wurde diese gesamte Kapellenanlage von engagierten Irscher Bürgern durch ihre tatkräftige Mitarbeit im ehrenamtlichen Arbeitskreis für Denkmalpflege gründlich saniert und restauriert.

Am 12. Juni 2005 ist die offizielle Einweihungsfeier der restaurierten Berendskapelle.

Anmerkung zum Namen der Kapelle:

Pfarrer Boden nennt sie in der Pfarrchronik hl. Kreuz-Kapelle und merkt an, dass in der Westwallarbeiterzeit das schöne Kruzifix zerschlagen worden ist.

Der jetztige Name ist vom alten Hausnamen der Familien Kees-Lehnert abgeleitet.
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Recherchen zur Berendskapelle:
Pfarrer Boden schreibt zu dieser Kapelle: errichtet von der Familie Kees nach dem Krieg 1870/71 für glückliche Heimkehr.

Die restaurierte Berendskapelle im Mai 2005Die glückliche Heimkehr kann nicht auf Johann Kees bezogen sein

Begründungen:
1. Johann Kees (*22.3.1812, +12.5.1880), war bei Kriegsbeginn bereits 58 Jahre alt, deshalb mit großer Wahrscheinlichkeit kein Kriegsteilnehmer! Seit 1839 war er mit Margarethe Lehnert verheiratet. Ihnen wurden zwischen 1840 und 1863 acht Kinder geboren (3 Mädchen und 5 Knaben)

2. Margarethe Lehnert (* 29.9.1817) ist am 2.4.1876, also im Jahr der Errichtung des Kreuzes gestorben. Daher könnte die Vermutung nahe liegen, dass ihr Tod etwas mit dem Kreuz zu tun haben kann.

Am zutreffendsten ist folgende Feststellung:
Die glückliche Heimkehr aus dem Krieg bezieht sich mit großer Wahrscheinlichkeit auf folgende Söhne, die 1870 im Alter von 29, 26, 23 und 21 Jahren wehrfähig waren:

a) Johann Michael (*1841 oo 1874 Margarethe Pütz)
b) Matthias (*1844)
c) Peter (*1847)
d) Nikolaus (*1849)

Es ist denkbar , dass das Elternpaar nach dem glücklichen Kriegsende die Errichtung eines Dankkreuzes versprochen haben und Herr Kees beim Tode seiner Frau das Versprechen eingelöst hat.

Zum Stammbaum der Familie Kees-Lehnert:

A Eltern des Johann Kees:

Kees Michael oo vor 1803 Wagner Maria
*1779 +1837 *1782 +1838

Ihre 11 Kinder:
1) Michael oo1830 Anna Maria Tressel
2) Maria oo1827 Nikolaus Fuß
3) Nikolaus *+1811
4) Johann oo1839 Margarethe Lehnert
5) Matthias *1814 oo1838 Anna Schmitt +1843 oo1844 Margarethe Thomas und wandert 1862 mit 10 Kindern nach USA aus
6) Susanne *1816 +1828
7) Nikolaus *1818 +1819
8) Anna *1820 oo1842 Nikolaus Koltes
9) Nikolaus *1824 +1846
10) Margarethe *1826 oo1844 Pütz Peter; ihre 7 Kinder: Maria oo1871 Lehnert Peter, Nikolaus oo1882 Dawen Maria, Johann oo1879 Konter Margarethe, Anna oo1876 Konter Peter, Margarethe, Peter, Michael
11) Peter *1829 +1830

B Eltern der Margarethe Lehnert:

Lehnert Johann oo1809 Klein Margarethe
*1784 +7.12.1826 *1785 +1848

Ihre 10 Kinder:
1) Anna Maria *1809 +1810
2) Johann *1811 +1862 oo1835 Heiser Anna. Sie wandert 1863 als Witwe mit 7 Kindern aus nach USA
3) Peter *+1813
4) Anna *1815 +1838
5) Margarethe oo1839 Johann Kees
6) Susanne *1819 + 1821
7) Catharina *1821 oo1839 Hauser Peter
8) Anna Maria *1824 +1826
9) und 10) die Zwillinge Maria und Susanne *1826 +1827

C Familie Kees-Lehnert:
Kees Johann oo7.2.1839 Lehnert Margarethe
*22.3.1812 +12.5.1880 *29.9.1817 +2.4.1876

Ihre 8 Kinder:
1) Margarethe *+1840
2) Johann Michael *1841 oo1874 Pütz Margarethe
3) Matthias *1844
4) Peter *1847
5) Nikolaus *1849 +1878
6) Maria *1852
7) Anton *1855
8) Margarethe *+1863

Nr. 3) und 6) erbauten 1886 die Kapelle über das Kreuz
Die Rechtsnachfolge in der Verpflichtung zum Erhalt der Kapelle
ging an die Familie des ältesten Sohnes Nr. 2) über

D Familie Kees-Pütz:

Kees Johann Michael oo 21.1.1874 in Irsch Pütz Margarethe
*22.3.1841 in Irsch *28.3.1849 in Irsch

Ihre 8 Kinder:
1) Matthias *1874
2) Johann *1876 +1877
3) Maria *1878
4) Elisabeth *1879
5) Johann *1887
6) Peter *+1888
7) Margarethe *1890
8) Josef *1895

Das Ehepaar Kees-Pütz musste am 13.5.1892 "wiederholt heiraten", weil die erste Heirat wegen fehlender Dispens vom 4. Grad der Blutsverwandtschaft formal ungültig war!

Der unter 1) genannte Matthias Kees ist der Großvater des Peter Zimmer. Er heiratete eine Margarethe Feilen (aus dem heutigen Haus des Dr. Nicknig)

Ihre Tochter heiratete einen Mann namens Zimmer aus Ockfen und übernahm das Elternhaus und damit die Verpflichtung zum Erhalt der Kapelle. Diese ging dann mit dem Stammhaus an ihren Sohn Peter Zimmer über.
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Aktualisiert am:
22. November 2010

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