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Reuter-Kreuz auf der alten Spein

Das Reuterkreuz nach der Renovierung
Das Konz-Reuter-Kreuz an der alten Spein
aus dem Jahre 1866 wurde von der Familie Konz-Reuter errichtet.

Die Inschrift des ReuterkreuzesÜber dieses Kreuz findet man in der Chronik des Pastors Bodem den Vermerk. "Das Reuterkreuz in der alten Spein wurde 1866 errichtet". Eine Inschrift auf dem Kreuz lautet: "Auf Verlangen des Joh. Konz von Irsch wurde dieses Kreuz errichtet 1866". Die Inschrift "Im Namen Jesus sollen sich beugen alle Knie. Selig sind die zum Hochzeitsmahl des Lammes geladen sind" weist auf ein Sterbekreuz hin. Das Ortssippenbuch der Pfarrei Irsch und die Liste der Amerikaauswanderer klären den geschichtlichen Hintergrund dieses Kreuzes:

Der Tagelöhner Johann Konz ist im Alter von 22 Jahren 1862 nach Amerika ausgewandert, weil dort bereits eine Tante war. Diese war mit ihrem Mann, dem 59jährigen Ackerer Mathias Reuter-Konz 1860 zu ihrer Tochter und ihrem Eidam nach Amerika ausgewandert. Johann Konz war das fünfte und jüngste Kind der Eheleute Johann Konz aus Irsch und Margarethe Mertes aus Kanzem. Er war 13 Jahre alt, als seine Mutter starb. 1865 ist sein Vater gestorben. Von Amerika aus hat er seine Geschwister beauftragt, dieses Sterbekreuz für seinen Vater zu errichten.

Dieses Kreuz ist darüber hinaus ein Mahnmal an die furchtbaren Hunger- und Notzeiten im 19. Jahrhundert in Irsch: Durch Schlechtwetterperioden und Kartoffelfäule reichten die spärlichen Erträge aus den kleinen Parzellen nicht zur ausreichenden Ernährung der kinderreichen Kleinbauernfamilien. Durch die furchtbare Feuersbrunst im Jahre 1842, waren 34 Häuser und 22 Scheunen ein Raub der Flammen und 500 Einwohner obdachlos geworden. Innerhalb von 30 Jahren haben 150 Einwohner Irsch verlassen, um in Amerika ihr Glück zu suchen. Das waren damals der fünfte Teil der Bevölkerung.
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Renovierung der Wegekreuzes Konz Reuter Irsch, April 2007

Kreuz auf der alten Spein vor der Renovierung
von Norbert Thiel
Die Helfer vor dem ReuterkreuzDas Wegekreuz Konz Reuter, auch Schreinisch Kreuz genannt, ist uns bei zahlreichen Wanderungen durch die alte Spein als der Verwitterung preisgegebenes Irscher Kulturgut oft aufgefallen. Die Beschriftung der Kreuzes war kaum noch zu erkennen und der Platz um das Wegekreuz war von Unkraut umwuchert.

So beschlossen wir, eine Gruppe Irscher Wanderfreunde, das Kreuz und den Platz neu zu gestalten.

Das Kreuz war zuletzt in den 1980er Jahren renoviert worden und auf Grund der damals gemachten Fotos konnten wir das verwitterte Schriftbild wieder herstellen.

Restaurierung des SteinesZuerst bauten wir den Kreuzstein ab und brachten ihn nach Beurig zu Firma Grabstein Felten, wo wir unter fachkundiger Hilfe von Thomas Felten den Stein, wahrscheinlich ein einheimischer Sandstein, wieder reparierten. Thomas Felten schnitt die beschädigten Ecken, vermutlich von Granaten im Krieg verursacht, heraus und verklebte neues Gestein in die Stellen.

Norbert Thiel fräste mit einem Vibrationsschleifer das Schriftbild wieder in den renovierten Stein.

Derweil bearbeitete unsere Außentruppe um Wilfried Schellen den Kreuzplatz.

Werner Schuler und Marco Kleber reparierten den verfallen Weidenzaun und Herbert Rablbauer planierte mit einem Minibagger den Platz.

Arbeiten am FundamentAnschließend wurde der Platz geschottert, mit Randsteinen umgeben und mit Udelfanger Granitplatten gepflastert. Ein kleiner Zaun umrundet die Fläche und zum ausruhen wurde eine Bank aufgebaut.

Zum Schluss stellten wir das Wegekreuz wieder in seinen alten Fußsockel und bemalten es in der für heimischen Sandstein typischen Farbe.

Zu ganz fleißigen Helfern wurden bei diesem Projekt unser Söhne Marius, Jonas und Simon, vor Allendingen beim Baggern.

Dank an dieser Stelle an die Firma Gartenbau Thielen für den Minibagger und an Alfred Blau für die Beschaffung der Steinfarbe.
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Denkmalkarte Irsch

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Aktualisiert am:
27. Juni 2009

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